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Br. Klaus Hüls Sam. FLUHM

1954 wurde ich im Marianischen Jahr in Kröv geboren. Man sprach von einem Wunder. Deutschland wurde das erste Mal Fußballweltmeister. Konrad Adenauer von der Time zum Mann des Jahres gekürt.

Meine Eltern lebten in einer Großfamilie und wir hatten einen Mischbetrieb. Die Schreinerei in der dritten Generation sicherte die Haupteinnahmequelle. Ein Slogan von damals im Kino: „Soll die Ehe glücklich sein, kauft bei Hüls die Möbel ein!“ Genügend eigene Kartoffeln und Getreide sorgten für die nötigste Versorgung, dazu kam die Viehzucht: Kühe, Schweine, Hasen und Hühner. Im Garten wurden Salat, Gemüse und Kräuter durch Gottes reichem Segen geerntet. Die Krönung bildete der eigene Weinbau, der Wein, der in den sonnigen Lagen reifen durfte, wurde sogar von uns selbst vermarktet.

Als Kind war ich Ministrant und eigentlich wollte ich damals schon Priester werden. Ich besuchte die Volksschule und machte ebenfalls wie mein Vater eine Tischlerlehre. Nach der Bundeswehrzeit ging ich jedoch auf Montage und baute 20 Jahre Fertighäuser. So kann ich sagen, ich durfte in der gleichen Branche arbeiten wie Jesus und der hl. Josef. Ich begann als Schreiner und eignete mir noch andere Berufe an. Bald wurde ich Teamleiter und später bildete ich Fertighausteams aus. Eine Aufgabe, die mir sehr viel Freude bereitete. Die Kunden sparten selten mit Lob. Doch nach einem schweren Unfall beendete ich diesen Weg: Ich fiel 5 Meter vom Dach, mit dem Kopf zuerst. Heute sage ich gerne: „Der hl. Paulus fiel vom Pferd; Br. Klaus vom Dach!“

Nun begann eine schwere Zeit. Die Ärzte sagten zu meiner Mutter, dass sie große Sorgen hätten, mich durchzubekommen. Doch es gelang und eine neue Perspektive tat sich auf. Von 2002 bis 2004 machte ich eine Lehre zum Bauzeichner. Der Wunsch, Priester zu werden, war jedoch viel stärker. Inzwischen war ich Mitglied in der Ave-Maria-Gemeinschaft Beckingen; dann arbeitete ehrenamtlich im Sekretariat der Herz-Jesu-Familie und war dort Mitglied. Im Dritten Orden der Heiligsten Dreifaltigkeit in Trier wurde ich zum Präfekten gewählt und leitete diese Gemeinschaft drei Jahre! Aber den Ort, wo ich eigentlich hinpasste, fand ich erst 2009. Das Charisma der Brüder Samariter FLUHM passte genau zu meinem Weg. „Neuevangelisierung!“ heißt meine Intention: 2 Tim 1,7 – „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ An der Hochschule Heiligenkreuz wurde dieses Moto zum Schlagwort: „Wir bauen auf!“ Für mich heißt das konkret: „Das Reich Gottes, wie Jesus es wünscht!“ Er, der für uns gestorben ist, möge uns dazu Gnade, Weisheit, Kraft, Stärke, Güte, Milde und Freude schenken.

Am stärksten beeindruckte bisher mich die Jugendarbeit. 1998 fuhr ich mit der Jugend 2000 als Begleitperson nach Santiago de Compostela. Ich besuchte Jugendtreffen in Kundl (www.liebesiegt.com), das Pfingstjugendtreffen in Salzburg, das Prayerfestival in Marienfried, das Jugendtreffen in Schio etc. Ich hielt Workshops, betete und pries mit den Jugendlichen Gott, der immer neue Perspektiven schenkt.

Auch jetzt pflege ich Gemeinschaft mit den Gemeinschaften Emmanuel, Jugend 2000, Liebesiegt, Familie Mariens, Totus Tuus und anderen Gruppierungen. Auch die Jugendarbeit in den Gemeinden gefällt mir sehr gut: Ministranten und Jungschar- Betreuung, Kommunion- und Firmvorbereitung. Ich arbeite ganz stark mit modernen Medien, (Powerpoint) so wie es im Direktorium für Priester und Ordensleute von Papst Benedikt XVI. gewünscht wurde.

2008 begann ich mit dem Noviziat, 2009 mit dem Studium an der Päpstlichen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz, 2015 legte ich die feierliche Profess ab und am 31.10.2015 wurde ich zum Diakon geweiht. Am 25.01.2016 erhielt ich nach der Abschussarbeit über Wunder ‚Absolutorium’. Das Scrutinium mit dem Erzbischof von Wien S.E. Dr. Christoph Schönborn verlief sehr positiv. Nun kommt am 18.06.2016 die Priesterweihe und am 26.06.2016 die Heimatprimiz. Der Herr möge das Werk vollenden, das er begonnen hat und Europa eine neue Chance geben den Glauben neu zu entfachen.

Dankeschön, Merci und Vergelt’s Gott für alle, die daran beteiligt waren durch Gebet, Ausbildung und sonstige Wohltaten.

Mit freundlichem Gruß, Br. Klaus Hüls Sam. FLUHM